DiY: Veganes Sportgetränk

Gorilla-Affe-Fahrrad-Kokusnuss-Rennrad-Vegan

Dies ist die Fortsetzung zum Artikel über Vegane Sportnahrung. Solltet ihr den noch nicht gelesen haben, sei er euch ans Herz gelegt.

Klassische Sportgetränk-Pulver, die einem von den großen Sportnahrungsherstellern verkauft werden, beinhalten vor allem eines: (Industrie-)zucker. Zwar brauchen wir beim Sport schnell verfügbare Kohlehydrate, doch diese können wir auch in Form von Fruchtzucker aufnehmen. Dieser ist zwar häufig auch (künstlich isoliert) in solchen Pulvern enthalten, doch warum nicht gleich auf Mutter Natur vertrauen? Witziger Weise versuchen die Getränkepulver ja auch meist Früchte zu imitieren, sei es Granatapfel, Grapefruit oder Mango. Leider schmecken die Ersatzprodukte so sehr nach Frucht wie Hubba Bubba. Dieser künstliche Geschmack und die hohe Dosis an Zucker führt gerade bei Einsteiger_innen nicht zu einer Leistungssteigerung, sondern zu unangenehmen Bauchschmerzen, Magenproblemen und einem starken Durstgefühl. Auch ich hatte gerade bei langen Rennen in der Hitze (Maratona dles Dolomites) schon häufiger mit diesen Problemen und dem damit verbundenen Leistungsabfall zu kämpfen.

Eine bessere, vegane und industriezuckerfreie Alternative wird von Ben Urbanke vorgestellt: Kokoswasser. Das Wasser gibt es in manchen Bio-Läden, Drogeriegeschäften und natürlich im Internet. Es ist isotonisch, industriezuckerfrei und schmeckt hervorragend. Leider ist es nicht ganz billig. Etwa vier Euro kostet der Liter im Handel. Doch für ein Rennen und gelegentliche längere Ausfahrten, kann man sich das ja mal gönnen. Mit etwas Fruchtsaft (für den Geschmack) verdünnt und zwei Esslöffeln Chiasamen (als Energiespender) ist das ein super Wettkampfgetränk. Von mir bereits erfolgreich beim Velothon Berlin 120 und Cyclassics Hamburg 180 erprobt (jeweils Platzierung unter den ersten 100). Wer noch einen zusätzlichen Koffeinboost braucht, kann etwas Matcha-Tee unterrühren.

Für einfache Trainingseinheiten bleibe ich mittlerweile bei normalem Wasser aus der Leitung, meistens mit einigen Löffeln Chiasamen versetzt. Denn nichts hydriert besser als Wasser (wer hätte das gedacht). Die Energie ziehe ich dann aus den veganen Energiekügelchen.

Aber Achtung, nicht jede Trinkflasche kommt mit den Chiasamen zurecht. Ich benutze mittlerweile die Trinkflaschen von Camelback (z.B. aus der Podium-Reihe). Diese haben einen Verschluss, der auch Chiasamen durchlässt und sie sind überdies langlebig und geschmacksneutral.

Rezept

  • 550 ml Kokoswasser (im Training auch einfach Leitungswasser)
  • 50 ml Fruchtsaft (z.B. Apfel) oder ein paar Spritzer Zitronensaft
  • 1-2 EL Chiasamen
  • Evtl. etwas Matcha-Tee-Pulver

Weitere Rezepte für vegane Sportnahrung findet ihr hier:

Auch die ZDF heute show findet den vielen Zucker in Sportgetränken nicht so sinnvoll und erklärt hier, was das mit Lobbyismus zu tun hat.

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