DiY: Vegane Powerkugeln und Riegel

Dies ist die Fortsetzung zum Artikel über Vegane Sportnahrung. Solltet ihr den noch nicht gelesen haben, sei er euch ans Herz gelegt.

Gerade als Radfahrer brauche ich während längerer Ausfahrten und Rennen kontinuierlich Kohlehydrate, um den berühmten Hungerast zu vermeiden. Für alle Radsportneulinge: Der Hungerast ist ein Zustand starker Unterzuckerung einhergehend mit rapidem Leistungsabfall. In Fachkreisen spricht man auch vom „Mann mit dem Hammer“. Diesem Mann wollen wir unbedingt aus dem Weg gehen. Deswegen brauchen wir kontinuierlich schnell verfügbare Kohlenhydrate.

Klassische Energieriegel enthalten leider häufig Milchschokolade, Honig oder andere tierische Produkte. Darüber hinaus bestehen sowohl Energieriegel als auch Sportgetränke meist zu einem großen Teil aus billigem und ungesundem Industriezucker.

Eine einfache Lösung für eine natürliche Kohlehydratversorgung sind Bananen. Die Energiespender sind zudem praktisch und ökologisch verpackt. Leider hängen einem die matschigen Teile irgendwann zum Hals raus.

Meine ersten praktischen Erfahrungen mit selbstgemachten Energieriegeln habe ich noch in schlechter Erinnerung. Meine Honig-Haferflocken-Eigenkreation schmeckte nicht nur scheußlich, sondern verklebte auch schnell zu einem riesigen Energiekloß. Die von mir kürzlich entdeckten veganen Energiekügelchen auf der Basis von Datteln, dagegen, sind phänomenal. Kein Verkleben. Kein umständliches Auspacken. Kein Müll. Und geschmacklich ein Gedicht.

Das untenstehende Grundrezept ist nicht nur 100% vegan, sondern im Verhältnis zu herkömmlichen Energieriegeln auch günstiger. Der Arbeitsaufwand hält sich in engen Grenzen, etwa 30 Minuten brauche ich für die Herstellung eines Monatsvorrats. Weil die Kügelchen einfach in einer wiederverwertbaren Tüte in der Trikottasche verstaut werden können, fällt zudem weniger Müll an. Noch dazu ist die vegane Alternative wesentlich leckerer als der klassische zuckersüße Pamp, der einem von den großen Energieriegel-Herstellern teuer verkauft wird. Trocken gelagert halten sich die Kugeln über mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate.

Grundrezept

Ben Urbanke bietet zahlreiche Rezeptvorschläge für Riegel und Kugeln an, die ich hier nicht vorwegnehmen möchte. Im Netz gibt es auch schon zahlreiche Rezeptvorschläge. Ich biete euch hier ein einfaches Grundrezept, das ihr nach eigener Kreativität variieren könnt. Das Grundrezept basiert auf einer klebrigen Komponente, einer trockenen Komponenten (um die Kugeln außen schön abzurunden), sowie mehreren weiteren Zutaten, die dem Ganzen mehr Geschmack und weitere positive Eigenschaften verleihen.

Zutaten

  • 300 g getrocknete Datteln (entkernt)
  • 100 g Nüsse (z.B. Cashews oder Erdnüsse)
  • 100 g Erdmandelmehl oder Chiasamen
  • Mögliche weitere Zutaten: Kakaopulver, Gojibeeren, Chiasamen, Cranberries, Rosinen…

Zubereitung:

Ihr benötigt entweder einen sehr leistungsstarken Mixer oder mehr Geduld, ein scharfes Messer und einen schwachen Mixer. Zur Not geht auch ein Mörser.

Habt ihr einen sehr leistungsstarken Mixer könnt ihr alles bis auf das Erdmandelmehl in den Mixer geben und gut mixen. Danach formt ihr aus der klebrigen Masse Riegel oder Kugeln und wälzt diese im Erdmandelmehl (oder den Chiasamen). Das Erdmandelmehl (oder die Chiasamen) nimmt den Riegeln/den Kugeln die Klebrigkeit. Damit lassen sie sich leichter in der Trikottasche oder anderswo verstauen ohne aneinander zu kleben.

Habt ihr keinen leistungsstarken Mixer (so wie ich) könnt ihr die Datteln mit einem scharfen Messer so klein wie möglich schneiden. Die Nüsse könnt ihr auch mit einem schlechteren Mixer zerkleinern (dafür reicht die Leistung) oder alternativ von Hand mörsern. Anschließend wie oben mischen und in Erdmandelmehl wälzen.

Fertig ist die vegane Energieversorgung!

 

Die Kügelchen schmecken übrigens auch super als kleiner Pausensnack zwischendurch oder zum veganen Cappuccino.

Weitere Rezepte für vegane Sportnahrung findet ihr hier:

 

5 Kommentare

    1. Hallo Rebecca,
      danke für deinen Kommentar! Ich nehme auch häufig mehrere mit, habe aber auch noch nicht die 100% perfekte Verpackung gefunden. Was ganz gut geht ist Backpapier (weicht nicht durch). Bei ganz langen Touren habe ich auch schon 10-15 Bällchen in ne kleine Plastiktüte gepackt (aus Zero Waste-Sicht wären Papiertüten besser, die weichen aber an heißen und/oder anstrengenden Tagen durch). Wachstücher wäre auch noch ne Idee, habe ich aber noch nicht ausprobiert. Hoffe das hilft ein bisschen, schreib uns gerne falls du noch was besseres findest oder auch sonst deine Erfahrungen.
      schöne grüße
      Andreas

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